Merkfähigkeit von Werbeslogans

Sie möchten einen Slogan erstellen lassen? Dann lesen Sie bitte einmal die nachfolgenden Gedanken eines Kollegen aus München, die mich soeben erreichten. Nach Rücksprache mit dem Texter / Werbetexter / Slogantexter Michael Naumann: www.textundprojekt.de darf ich sein Statement unkommentiert in meinem Blog veröffentlichen. Was ich hiermit auch gern tue und seine darin formulierte Meinung – zum Thema deutsche oder englische Werbeslogans – teile.

… da ich sehr viel im öffentlichen Raum unterwegs bin, sehe ich sehr viele Werbeplakate. Auf vielen Plakaten werde ich auf Englisch angesprochen: „Do your thing“ (Camel) oder Ähnliches. „Your pitch, your team…(Adidas)“ und dann geht es irgendwie weiter.

Wie es weiter geht, habe ich vergessen. Ehrlich gesagt, ich finde es doof, richtig doof, dass ich von deutschen Unternehmen in Deutschland auf ENGLISCH angesprochen werde. Das ist nicht nur doof, sondern grob und unhöflich.

Die Tatsache, dass ich den Spruch vergessen habe, sagt eigentlich schon alles! Nämlich dass die Kampagne banal und damit wenig erfolgreich gewesen sein muss. Im Gegensatz dazu: „Waschmaschinen leben länger mit Calgon!“. Das hat sich eingebrannt seit den 70iger Jahren.

Ich könnte Ihnen andere Beispiele nennen. Also, englische Texte für Deutsche sind weder schick, noch erfolgreich, sondern einfach nur dumm und belanglos. Warum denken sich dann so viele Werbetexter englische Sprüche aus?

Tun sie es, weil die Kunden das so verlangen? Oder um ihre mangelnde Kreativität zu verschleiern? Oder um eine banale Botschaft größer klingen zu lassen? Wenn sie einen englischen Spruch erfinden, weil die Kunden das so wollen, könnte man den Kunden sagen, dass es auf Deutsch viel, viel wirkungsvoller ist.

Zwar hören und lesen die Leute überall irgendeinen Quatsch auf englisch, aber das geht rein ins Ohr und wieder raus. Denken Sie an Frankreich! Bei unseren Nachbarn müssen Werbeanzeigen auf französisch sein oder zumindest auf französisch übersetzt. Das sieht das Gesetz vor.

Manche Franzosen belächeln das Toubon-Gesetz (Anm.: Loi Toubon), das unter anderem die französische Sprache bei Werbeanzeigen vorschreibt, aber die meisten finden es gut. Und kreative Texter in Frankreich spielen auch mit dieser Vorschrift.

Ich erinnere mich an ein Plakat für eine Fluggesellschaft, das einen Smiley zeigt mit der Überschrift „cheese!!!“ *) [*)Und die Macher haben das brav übersetzt: „fromage!!!“]. Das ist kreativ, das ist cool. Dieses Plakat aus dem Jahr 1996 ist mir im Gedächtnis geblieben.

In diesem Sinne: Deutsche Texte sind die besseren Texte. Sie sprechen deutsche Leser direkt an, sie erzeugen sofort emotionale Bilder im Kopf, diese Texte bleiben im Gedächtnis kleben. Denken Sie daran: „Waschmaschinen leben länger mit Calgon“.
Mir freundlichen Grüßen

Michael Naumann
Text & Projekt / München

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Über den Autor

Andreas Herrmann

Hier erzähle ich über Dies und Das aus dem langweiligen Leben eines Werbetexters. Freuen Sie sich auf jede Menge Input und Lösungen für sicher exzellentes Content Marketing! Viel Spaß beim Lesen! Ihr Andreas Herrmann, Werbetexter aus dem Herzen der Hansestadt Hamburg.

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